Vera Starker ist in der Podcast-Reihe Menschen.Führen.Unternehmen von Dr. Sanaz von Elsner und Prof. Dr. Claudia Schmidt. Organisationen erwarten Transformation. Gleichzeitig arbeiten Menschen in Unternehmen unter Bedingungen permanenter Unterbrechung. Im Durchschnitt werden sie 276 Mal pro Tag aus ihrer Konzentration gerissen. Wie die NWI-Studie Konzentriertes Arbeiten als Aufgabe der Organisation? Eine Prä-Post-Studie zur Implementierung von Fokuszeit in deutschen Unternehmen zeigt, entsteht ein erheblicher Teil dieser Unterbrechungen nicht durch äußere Anforderungen, sondern durch die Struktur der Arbeit selbst. In der Podcast-Folge stellt Vera Starker auch ihr neues Buch Stop Bullshit Work: Wie Unternehmen im Zeitalter von Overflow ihre Produktivität retten können“, warum Fragmentierung heute zu einem der zentralen Produktivitäts- und Transformationshindernisse geworden ist.
- Die Konsequenz wird in Organisationen häufig unterschätzt. Ein Gehirn, das permanent zwischen Kontexten wechseln muss, bleibt im Modus kurzfristiger Stabilisierung.
- Das Gehirn reagiert auf Anforderungen, statt neue Zusammenhänge zu integrieren. Es sichert das Bestehende, statt Neues entstehen zu lassen. Genau an diesem Punkt entsteht das, was später als „Widerstand“ interpretiert wird. Nicht als bewusste Ablehnung, sondern als funktionale Anpassung an eine Umgebung, die keine stabile kognitive Orientierung zulässt.
- Transformation beginnt deshalb nicht mit einem neuen Programm. Sie beginnt mit einer strukturellen Entscheidung für Fokus. Mit Klarheit darüber, was wirklich Priorität hat und mit der Bereitschaft, Arbeitsbedingungen zu schaffen, unter denen konzentriertes Denken überhaupt wieder möglich wird.
- Fokus ist keine individuelle Disziplin oder „Nice to Have“. Fokus ist eine Führungsentscheidung.
Die Podcast-Folge findet sich unter diesem Link.
